שקט

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Scheket – Ruhe

Es ist Frühling. Nun zumindestens wenn ich das Wetter mit dem in Deutschland vergleiche, wo es grade sehr kalt ist und Schnee liegt. Wir haben hier im Kibbutz aktuell 20°C, es scheint die Sonne und der Himmel ist wolkenfrei.

Die letzten Tage jedoch war das Wetter richtig mies. Die Israelis freuen sich zwar über Dauerregen, aber wirklich Spass macht das nicht, wenn zudem ein ekliger Wind vom Westen her weht und es kaum wärmer als 10°C wird.

Dennoch habe ich mich einigermaßen gut eingelebt im Kibbutz. Früh aufstehen, 6h arbeiten mit zwei Pausen zu jeweils 30 Minuten und dann ist schon gegen 14 Uhr Feierabend.

Nachmittags verbringe ich dann Zeit zusammen mit den anderen Voluntären aus 12 verschiedenen Ländern in unserem Gemeinschaftsraum, ruhe mich aus, lese Bücher aus der wirklich gut bestückten Bibliothek oder bin online, was sonst.

Alternativ könnte ich in den „gym“ gehen, mich ein wenig fit halten, mich auf Wanderung durch die wirklich schöne Landschaft begeben oder den Basketballplatz unsicher machen. Doch für Letzteres brauch man ein paar Freiwillige und die fanden sich in den letzten Tagen aufgrund des Wetters nicht.

Abendbrot gibt es, wie ich schon vielleicht erwähnt hab, nicht im großen Speisesaal, aber dafür kochen wir Voluntäre dann meistens gemeinsam in unserer eigenen Küche.

Heute Abend beispielsweise werden Emmanuel (aus Frankreich) und ich Crêpes bzw. „french pan cakes“ zubereiten. Sogar mit Amarettolikör…

Was gibt es sonst noch zu sagen? Ich werde ja oft gefragt, was ein Kibbutz nun eigentlich ist. Eine wirklich durchgehend passende Antwort hab ich noch nicht gefunden, aber die wikipedia berührt das Thema schon sehr genau. Nur erwähnt sie beispielsweise nicht, dass es auch urbane Kibbutzim gibt.

Ich werde, versprochen, darüber noch einen ausführlichen Artikel schreiben, aber ich hatte mir vorgenommen so neutral wie mir möglich ist zu schreiben, was aufgrund einiger Erlebnisse, positiv wie negativ, nicht so einfach sein wird.

Wir werden sehen…