עץ

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Etz – Baum

Wie schon in den Kommentaren angemerkt, ist hier lange nichts mehr geschrieben worden. Das hat verschiedene Gründe. Einer davon ist, dass so viel nennenswertes nicht geschehen ist.

Am 30. Januar, oder im jüdischen Kalender dem 15. Shvat feiert man ein kleineres Fest, das Neujahr der Bäume: ט“ו בשבט – Tu B’Shvat.

Der Name leitet sich aus den zwei Buchstaben ט (tet) und ו (wav) ab, die jeweils dem Zahlenwert 9 und 6 also insgesamt 15 entsprechen, plus den Namen des Monats Shvat, ab. So heißt Tu b’Shvat nichts anderes als Fünfzehnter im Shvat.

Heutzutage pflanzt man an Tu B’Shvat vorallem Bäume und trifft, trotz winterlicher Temperaturen um die 10°C draußen um die ersten neuen Früchte des Jahres zu essen. Nun ja, hier im Kibbutz traf dass nicht ganz zu, da wir Mandeln aßen, während grade die Mandelbäume in voller Blüte standen.

Dafür hatte ich die Ehre und durfte einen Feigenbaum stellvertretenden für die anderen Voluntäre, die am Shabbatmorgen noch in den Federn lagen, einpflanzen.

Nach dem die Kinder der jeweiligen Familie alle ihr eigenes Bäumchen im Erdreich verankert hatten, wurde auf einer Bühne von verschiedenen Kibbutzniks Lieder, Gedichte oder Anekdoten vorgetragen, bis uns die Mittagssonne in die Augen stach und wir zum Lunch gingen.

Insgesamt hatte ich mir das ganze zwar ein wenig spektakulärer vorgestellt, aber es war ja Shabbat und da sollte es eben etwas ruhiger zugehen.