המולה

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Hamula – Lärm

Ende Januar wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass Matisyahu in Tel Aviv ein Konzert geben würde und eine Woche später hatte ich dann herausgefunden, dass die Goatruppe Infected Mushroom zusammen mit ihm auftreten würde.

Ich kannte Infected Mushroom nur vom Sagen, doch die Lieder, die ich auf youtube fand, gefielen mir auf Anhieb und so bestellte ich mir problemlos auf der Website des Veranstalters ein paar Karten.

Da das Konzert in der Woche am Donnerstagabend stattfand, nahm ich mir natürlich den Freitag frei.

Am besagten Tag fuhren dann Christin, Natan, David und Ian nach Afula, um einen der vielene Busse nach Tel Aviv zu ergattern, die aber eben voller Soldaten waren, da diese Meistens Freitag frei haben.

So waren Christin, Natan und ich schon im Bus, während Ian und David ihr Gepäck verstauten, was sie aber zwei Minuten später wieder aus dem Laderaum holen konnten, da der Bus hoffnungslos überfüllt war.

Nach knapp 2h waren wir dann zu dritt in Tel Aviv, Savidor Hauptbahnhof und fuhren mit dem Zug eine Station zur Haltestelle der Universität an welcher sich das Fair Trade & Convention Center befand.

Dort angekommen mussten wir uns aber erstmal einen Kaffee einverleiben. Natan und ich hatten bis um 2 Uhr gearbeitet, keinen Schlaf gehabt und im Bus war es zu laut um ein wenig auszuspannen. Nur Christin, die im Kuhstall arbeitet, hatte diesen Tag schon frei und war entsprechend ausgeruht.

Auf dem Messegelände fand, zu unserer Belustigung, auch eine „Wine Expo“ statt und wir sahen schon die ersten Päärchen torckelnd mit Gläsern aus der Hand über das Gelände spazieren. Es war ja auch schon 20 Uhr!

Vorm Eingang zum Pavillion 1, wo das Konzert stattfinden sollte, war jedoch gar nichts los. Es lag nur ein riesiger Haufen Schnee davor. Woher auch immer der kam…

Doch eigentlich wollten wir nur unsere Tickets erstmal holen und dann nochmal in die City fahren, Etwas essen und das eine odere andere Bier trinken, aber nicht mal die hauseigene Security wusste überhaupt, an wen man sich hier wenden sollte.

Wir kontaktierten erstmal David, der mit Ian bereits in Tel Aviv angekommen war und erklärten Ian die Route zum Messegelände.

Doch nach 1h war dieser immer noch nicht da. David war zu Freunden unterwegs und Ian ohne Mobiltelefon.

Unsere Tickets bekamen wir dann auch endlich. Ich musste nur die E-Mail mit der Bestellbestätigung vorzeigen und bekam die Eintrittskarten im Briefumschlag.

Dann noch 15 Minuten Schlange stehen, voller Bodycheck durch jeweils männliche oder weibliche Security, Rucksack kurz gefilzt und ab in die Halle.

Die Halle, also Pavillion 1, ist schätzungsweise so groß, wie eine Messehalle und es waren schon schätzungsweise 500 Menschen dabei, tanzenderweise sich durch den Raum zu bewegen.

In der Mitte der Halle war eine Bar, die im Akkord Bier und Cocktails zu horrenden Preise ausgab. Wir verkniffen uns die 26 Shekel für ein 0,33er Heineken aus dem Plastikbecher und liefen lieber noch ein wenig herum, bestaunten die ersten Partyleichen und warteten auf Infected Mushroom und Matisyahu.

Es war 0.30 Uhr als endlich die Band auf die Bühne kam. Wir hatten uns jetzt zweieinhalb Stunden geduldet und zugesehen, wie sich die Halle füllte und immer mehr Leute sich extatisch zu den Bässen bewegten.

Unerwarteterweise starteten sie mit eher rockigen Titeln, bis Matisyahu zusammen mit ihnen „One day“ spielte.

Wir gaben uns also den Klängen hin, ließen die Körperzellen rocken und uns vom Schweiß und Rauchdunst einnebeln.

Gegen 3.30 Uhr stiegen wir total geschafft in ein Taxi, was uns in auf den Dizengoff Square mitten in der Innenstadt Tel Avivs fuhr.

Nocheinmal ließen wir den Abend bei einer Portion Schawarma Revue passieren und beschlossen noch ein wenig über den Carmel Shuk zu bummeln, bevor es dann gegen 6 Uhr mit dem Bus nach Hause ging.

Das Konzert war wirklich großartig. Ich bin wirklich kein Fan von Goa und Ähnlichem, aber Infected Mushroom weiß auch mich zu rocken. Naja und über Matisyahu ist jeder Zweifel bei mir erhaben.

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