סתיו

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Staw – HerbstHerbst Blätter

Für jeden, der Angst hat, einsam oder unglücklich ist, ist es bestimmt das beste Mittel, hinauszugehen, irgendwohin, wo er ganz allein ist, allein mit dem Himmel, der Natur und Gott. Dann erst, nur dann, fühlt man, dass alles so ist, wie es sein soll, und dass Gott die Menschen in der einfachen und schönen Natur glücklich sehen will. Solange es das noch gibt, und das wird es wohl immer, weiß ich, dass es unter allen Umständen auch einen Trost für jeden Kummer gibt. Und ich glaube fest, dass die Natur viel Schlimmes vertreiben kann.

Anne Frank

Kommentare (2)

  1. Das trifft sich auch mit „Der Geist, der sich gewöhnt, seine Freuden aus sich selbst zu schöpfen, ist glücklich.“ – Demokrit (470 – 380 v. Chr.) beziehungsweise „Glück ist Selbstgenügsamkeit.“ – Aristoteles (384 – 322 v. Chr.), Philosoph wobei diese introvertierte Haltung kaum durch Jetztmenschen getragen wird. Außerdem gibt es eine viel relevantere Methode sich selbst mit der Einsamkeit zu arrangieren: in der Welt des Traumes. Kein Raum bietet mehr Erquickung. „Erquickung hast Du nicht gewonnen, // Wenn sie dir nicht aus eigner Seele quillt.“ – Johann Wolfgang von Goethe (Faust I, Vers 568 f.) Denn abgesehen von der Schönheit und Vollkommenheit der Natur, muß der Mensch sich auch ihrem Willen unterwerfen, oder wenigstens den Determinismus (theologischer D. sobald man Gott annimmt) eingestehen. Liebe Grüße

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