טבת

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Tevet – Tevet, der 10. Monat des jüdischen Kalenders

Heute war wieder einer der kleineren Fastentage, nämlich עשרה בטבת Assara beTevet – „Der 10. des Tevet“, an dem wir anlässlich der Belagerung Jerusalems durch Nebukadnezzar, die in Folge zur Zerstörung des 1. Tempels führte, Fasten.

Zu dem ist der 10. Tevet mittlerweile ein Gedenktag an alle Opfer der Shoah.

Da es nur ein „kleiner Fastentag“ ist, isst man nur von der Morgendämmerung bis zum Einbruch der Dunkelheit nichts, was keine große Einbuße ist, da die Tage im Winter relativ kurz sind.

חוב

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Chov – Schuld

Weil ich gerade danach gefragt wurde und dieser Tage ein Tweet herum ging, der dieses Thema anschnitt, hier nochmal für alle da draußen:

Jeshua (Jesus) von Nazareth wurde nicht durch Juden ermordet.

Das „die Juden“ Jesus ermordet bzw. ans Kreuz nageln ließen von den Römern ist eines der ältesten Klischees über Juden und meines Erachtens nach die Wurzel von Antisemitismus neben den Sozial- und Kulturneid.

Es ist allerdings durch nichts mehr haltbar. Es gibt zwar sicher neutestamentliche Zitate, die dies belegen sollen, aber sie sind kultur- und geschichtswissenschaftlich nicht belegbar.

Vielmehr denke ich persönlich, dass Jesus, welcher behauptete der leibliche Sohn G’ttes zu sein und sich gegen die Obrigkeiten, dass waren nun mal zweifelsohne die römischen Besatzer, auflehnte, ihnen ein Dorn im Auge war.

Das Judentum in der Zeit hatte sich weitestgehend mit den Römern unter Herodes arrangiert, auch wenn sie ihn nie als König ihrer selbst anerkennen konnten, denn er kam nachweislich nicht aus dem Hause Davids, also dem Stamm Juda.

Genausowenig eben Jesus und bis heute ist nach wie vor nicht belegt, dass er ein Nachfahre König Davids ist.

Somit kann und wird er niemals „König Israels“ bzw. König der Juden sein.

Was aber Fakt ist: Herodes Antipas (Sohn des Herodes) wurde sowohl von Johannes dem Täufer als Ehebrecher tituliert als auch von Jesus komplett in Frage gestellt, was man sich in der damaligen Zeit wohl einfach nicht erlauben konnte.

Heute würden wir solche Menschen, abseits ihrer vermuteten positiven Wirkung auf Mitmenschen, einfach nur ignorieren oder höchstens der Beleidigung anzeigen.

Damals kam eine Beleidigung des Königs einem Todesurteil gleich oder man wurde zumindest einer sehr drastischen Strafe zugeführt.

Ich weiß, ich stelle vieles etwas vereinfacht dar, aber ich verstehe absolut nicht, wieso in dem Vorwurf „Die Juden haben Jesus getötet“ immer eine Art Rechtfertigungsversuche für nachfolgende Verbrechen mitschwingt.

Mein Verständnis des christlichen Glaubens reicht soweit, dass ich Jesus als einen Prediger einer anderen Idee anerkenne, aber seine Idee ist nur ein Entwurf des Daseins und mehr nicht.

Quellen: welt.de und juedisches-recht.de

 

תפוח אדמה

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Tapuach adama – Erdapfel, Kartoffel

Gestern wurden bereits vier der acht Kerzen der Chanukkia entzündet, also ist bereits die Hälfte der Festtage erreicht.

Da man traditionell in Öl ausgebackenes isst, hier mein persönliche Rezept für Latkes – Reibekuchen auf der Basis von Kartoffeln:

Zutaten

  • 1 Kilo Kartoffeln, eher mehligkochend
  • 3 Eier
  • 500g Karotten, optional
  • 1 Esslöffel Weizenmehl
  • 2 Esslöffel Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 EL Öl (geschmacksneutral)

Zubereitung

Zuerst die Kartoffeln und Möhren reiben und den Saft auspressen, so dass das Gemisch schön trocken ist, wenn es in die Pfanne kommt.

Dann die restlichen Zutaten hinzugeben und gut vermengen.

Jetzt reichlich Öl in der Pfanne erhitzen,
kleine flache Küchlein formen und ausbacken bis sie schön golden und knusprig sind.

Dazu reicht man wahlweise Apfelmus, herzhaften Quark oder ist sie pur mit Zucker.

Variationen

Man kann auch eine gehackte Zwiebel oder Kräuter hinzugeben, um die Latkes noch herzhafter zu machen. Auch eine Variante ganz ohne Kartoffeln ist möglich, in dem man sie zum Beispiel durch Zucchini ersetzt.