image_pdfimage_print

טבת

Tevet – Tevet, der 10. Monat des jüdischen Kalenders

Heute war wieder einer der kleineren Fastentage, nämlich עשרה בטבת Assara beTevet – „Der 10. des Tevet“, an dem wir anlässlich der Belagerung Jerusalems durch Nebukadnezzar, die in Folge zur Zerstörung des 1. Tempels führte, Fasten.

Zu dem ist der 10. Tevet mittlerweile ein Gedenktag an alle Opfer der Shoah.

Da es nur ein „kleiner Fastentag“ ist, isst man nur von der Morgendämmerung bis zum Einbruch der Dunkelheit nichts, was keine große Einbuße ist, da die Tage im Winter relativ kurz sind.

גיבור

Gibor – Held

Mit dem Aufwachen, genauer um 04:58 Ortzeit beginnt morgen der Tag zu Ehren der jüdischen Heldin Esther, nämlich Taanit Esther – zu deutsch Fasten Esthers.

Das heißt also von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gegen 18:36 werde ich nicht essen, noch Etwas trinken.

Um da nicht gänzlich aus den Latschen zu kippen, steh ich Etwas eher auf und trink wenigstens noch ein großes Glas Tee.

Tagsüber werde ich dann, sofern es mir mein Zeitplan erlaubt, die Megillat Esther (Schriftrolle Esther) lesen, also die gesamte Geschichte des Purimsfestes.

Hier im Folgendem eine Kurzfassung, die schriftliche Ausgabe zieht sich über 10 Kapitel und fasst ein kleines Buch mit 50 bis 100 Seiten.

Esther war Cousine von Mordechai. Dieser hatter einen Beraterposten am Hofe von Perserkönig Xerxes I. inne und erfuhr von ihm von der bevorstehenden Vernichtung aller Juden des persischen Reiches durch Haman.

Mittels einer List, sie verbarg ihre jüdische Identität, gelang es ihr zur neuen Königin und Ehefrau von Xerxes zu werden, wodurch sie den Völkermord an den Juden verhindert und im Gegenzug die Feine, die Amalekiter, umgebracht bzw. vertrieben werden.

Sei es drum, der Kern der Geschichte ist: Esther ist eine Heldin und war angeblich Vegetarierin, weswegen man an Purim ihr zu Ehren kein Fleisch isst.

Ich fang damit schon heute an, morgen wird ja gefastet und ess erstmal Spaghetti all’esther… äh all’arabbiata.