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ירושלים ג

Dritter Akt

Aus irgendeinem Grund sind wir dann in der Nacht nochmal losgezogen und haben die Gassen der alten Stadt durchstreift. Unterwegs halten wir an einem Falafelstand, der uns sehr bekannt vorkommt. Es ist der Selbe von gestern, wo es beim Bezahlen kleine Probleme gab.

Sigfus und Ian bestellen Schawarma, ich trinke nur eine Cola, die diesmal allerdings 4 Shekel mehr als gestern kostet. Gab wohl gestern Feiertagsrabbat oder so.

Also wir gehen wollen, bietet uns der Junge, der nicht mal 13 Jahre alt ist, an uns die Al-Aqsa Moschee zu zeigen.

Da wir bisher nicht die Gelegenheit hatten, sie aus der Nähe zu sehen gehen wir darauf ein und lassen uns ins jüdische Viertel führen.

Doch unser Guide bringt uns nur an einen Platz, wo wir schon mehrmals waren, man aber die Moschee immerhin von Weiten sehr gut sehen kann.

Dann bittet er um Geld. Sigfus und Ian geben ihm jeweils 5 Shekel, ich lehne ab, da ich grad mal 1 € und 2 Shekel in der Tasche habe und auch keinen Grund sehe, noch was zu bezahlen. Die zwei Gassen hätten wir auch alleine gefunden.

Der Junge verschwindet wieder und wir laufen ein paar Treppen hinauf, bis wir uns urplötzlich mitten auf den Dächern von Jerusalem befinden.

Wir fühlen uns wie der Protagonist von Assassin’s Creed und erkunden die heilige Stadt nun von ganz oben. Ich ärgere mich nur jetzt umso mehr, meine Kamera nicht mitgenommen zu haben.

Mit einem Mal werden wir von einem Soldaten und einer Polizistin gestoppt. Sie grüßen uns freundlich, lassen uns aber weiter ziehen. Ian kommt dann aber auf die unintelligente Idee und fragte den Soldaten, ob er mal seine Waffe ausprobieren kann.

Darauf antwortet dieser nur „Make Aliyah and go to the Army“. Mehr kann man dazu auch nicht sagen.

Doch da ist wieder dieses helle, sich schnell bewegende Leuchten in der Luft. Wir fragen also den Soldaten und seine Begleiterin und sie erklären uns in mäßigem Englisch, dass es sich um „Trash Rockets“ handle.

Was nun das auch immer heißen mag, es handelt sich jedenfalls nicht um einen Angriff.

Irgendwann gegen 3 Uhr nachts fallen wir dann totmüde ins Bett.

Am nächsten Morgen, sagen wir gegen halb 12, wandeln wir den Shuk entlang in RIchtung der Grabeskirche. Diese ist gar nicht so einfach zu finden, wenn man von „oben“ kommt, da man in eine kleine unscheinbare Gasse einbiegen muss, die immer schmaler wird und an dessen Ende eine unscheinbar kleines Tor ist.

Doch dahinter findet sich der Vorplatz des christlichen Heiligtums, in dem sechs Strömungen des Christentums vertreten sind: Die Kopten, die Griechisch-Orthodoxe-, die Römisch-Katholische-, die Armenisch-Apostolische, die Syrisch-Orthodoxe sowie die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche.

Nach einem Rundgang durch die Kirche, gingen wir wieder Etwas essen und beschlossen dann Mea She’arim aufzusuchen.

Mea She’arim ist das wohl orthodoxeste Viertel Jerusalems. Das zeigt sich insbesondere darin, dass am Shabbat der Strom abgeschaltet wird, selbst der Geldautomaten, Frauen grundsätzlich lange Hosen tragen müssen und fotografieren auch wochentags nur mit Genehmigung möglich ist. Ansonsten leben die meisten Einwohner recht friedlich, treu den Gesetzen der Tora miteinander. Nur sind die Meisten kein Befürworter des Staates Israel und so kommt es immer wieder zu Konflikten mit der Nachbarschaft. Sein Name bedeutet übrigens „100 Türen“

Nach dem wir das doch recht kleine Viertel durch quert hatten, ging es noch nach Geula, einem ebenfalls sehr religiösen, aber im Gegensatz zu Me’a She’arim sehr belebten, Viertel.

Und gegen 16 Uhr saßen wir dann wieder im Bus nach Afula, genoßen die letzten Grüße der Sonne für den heutigen Tag und ließen die vielen Eindrücke von Jerusalems auf uns wirken.

Erneut summte ich vor mich hin „Jerusalem, if I forget you…“

ירושלים ב

„Allahu akbar“ tönt es aus den Lautsprechern des Minaretts. Es ist circa halb sechs Uhr Morgens und ich stehe aufrecht im Bett. Allah ist der Größte.

Eigentlich hatte ich meinen eigenen Wecker auf 6:30 Uhr gestellt, um bei Sonnenaufgang schöne Fotos von der Altstadt zu schießen, aber offenbar ging die Sonne an dem Tag eine Stunde eher auf. Draußen teilt das Licht die Nacht vom Tage langsam, doch mein Körper mag nicht wirklich aufstehen und so schiebe ich ihn erstmal unter die Dusche.

Frisch geduscht, mit einem eher kühlen Rinnsaal von Dusche und neu eingekleidet, in schwarze Hose, weißes Hemd, geh ich hinauf aufs Dach. Erstmal bete ich das Schacharit (Morgengebet).

Jerusalem in allen Richtungen, das Heiligtum, in Blickrichtung. Es ist Shabbat, aber dennoch hört man bereits das Klappern der Händler, die langsam den Shuk mit ihren Waren füllen werden.
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Trotz der frühen Zeit ist es recht warm, die Sonne färbt die alten Gemäuer golden und der Himmel ist strahlend blau. Genau richtig zum fotografieren, auch wenn ich damit ein Verbot des Shabbats breche. G’ttes Werk mag unvergänglich sein, aber eben nicht des Menschen Werk. Und grade die Stadt Jerusalem weiß das sehr wohl.

Gegen 10 sind dann auch Sigfus, Sebastian, Emmanuel und Ian wach, haben gefrühstückt und wir beschließen, das Hostel erstmal zu wechseln, da Emmanuel abreisen und Sebastian uns nur bis 14 Uhr begleiten wird.

Ian und ich möchten jedoch gerne erstmal wieder zur Klagemauer, deren Platz gleichzeitig auch eine Synagoge ist und am Shabbatg’ttesdienst teilnehmen.

So laufen wir fünf also mit vollem Gepäck den Shuk hinunter, werden von etlichen Händler begrüßt und drängeln uns im Fluss der Massen durch die Gassen.

Ein paar orthodoxe Juden sehen wir zwar auch durch den Basar rennen, aber sie halten nicht an, blicken nicht nach links oder rechts, sondern eilen zielstrebig in Richtung jüdisches Viertel, an dessen Fuße sich auch haKotel befindet.

Dummerweise hat Ian dann ein paar Probleme, seinen Rucksack durch die Sicherheitsschleusen zu bekommen, den was er ganz vergessen hat, ist das Klappmesser in seinem Rucksack. Er lässt es also samt Rucksack zurück.

Dann gehts zum notwendigen Hände waschen vor dem Betreten des heiligen Ortes. Überhaupt ist das rituelle Waschen der Hände ein Brauch, der auch vor jedem Essen, dem Betreten von Synagogen oder Friedhöfen oder an bestimmten Feiertagen extra stattfindet. Siehe dazu hier.

Erst dann betreten wir wirklich die Freiluftsynagoge.IMG_1035.JPG

Ein Mann hält mich an, fragt mich ob ich „תפילין“ – Teffilin anlegen will. Ich sage: „כן“ – ja. Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich Gebetsriemen trage. Er spricht mir langsam das dazugehörige Gebet vor und ich versuch es so gut es geht nachzusprechen.

Es mag eigenartig aussehen, zwei Quader, einen auf dem Kopf, einen auf der linken Hand, zu tragen und dabei mit einem Buch in der Hand in ständigem Vor- und Zurückbeugen des Oberkörpers vor einer Mauer zu beten, doch genau das ist es, was ich an diesem Tag möchte: Beten.

Etwa eine halbe Stunde später stimme ich dann, nachdem ich ein paar Gebete gesprochen hab, in die Gesänge der Umstehenden ein. Sie singen „Lecha dodi“. Eines meiner Lieblingslieder aus der Siddur.

Ian ist bereits wieder außerhalb des Platzes und wartet auf mich. Er grinst, als er mich in „voller Montur“ sieht, doch er selbst hatte mich gestern noch gefragt, ob wir uns heute die Tefilin umschnüren würden.

Wir treffen die drei Anderen dann am Österreichischen Hospiz. Leider haben sie kein Zimmer für uns frei und so beschließen wir, es in einem Hotel in der Nähe des Jaffa-Tores zu versuchen. Doch da die Via Dolorosa am Hospiz entlangführt, führe ich die Truppe dort entlang, hinaus am Löwentor und hin zum muslimischen Friedhof.

Für das Goldene Tor hat zwar keiner Interesse, dafür umso mehr für die auf der anderen Talseite liegenden Grabstätten und die Mauer, die Ost- von Westjerusalem trennt.

Am Dungtor gehen wir wieder in die alte Stadt und laufen über das jüdische, dann das armenische Viertel zurück.

Doch auch das Hotel hat keine Betten mehr frei und so landen wir wieder im Petra Hostel, diesmal für 260 NIS die Nacht im selben Zimmer.

Trotz Shabbat hat das „The Tower of David Museum“, was quasi das Stadtmuseum ist, geöffnet und man darf sogar jetzt kostenlos fotografieren.
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Wir nutzen also die Gelegenheit und erkunden die alten Ruinen der Festungsanlage. Der Davidsturm hat jedoch nichts mit König David zu tun, sondern war ursprünglich ein Minarett. Aber darüber wird man dann auch im Museum aufgeklärt.

Nach dem Rundgang liefen wir dann wieder in die alte Stadt. Ian war noch immer auf der Suche nach Shishatabak, auch wenn es den wirklich an jeder Ecke gab. Aber er wollte noch irgendwas Anderes haben, was man in den Tabak mischen kann.

Es war dann schon 18 Uhr, als wir, die Füße wundgelaufen, wieder aus der Altstadt herauskamen. Unsere Mägen knurrten und so fielen wir bei einem Libanesen ein, der ganz wunderbare Kebab zubereiten konnte.

Kebab hat allerdings nicht mit Döner Kebab zu tun, sondern sind einfach nur sehr leckere Fleischspieße.
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So gestärkt, der Shabbat neigte sich dem Ende zu, wollten wir das jüdische Viertel erkunden, was weitestgehend geschlossen war am Tage.

Hocherfreut war ich, als ich einen Buchladen fand, der zahlreiche Bücher in Englisch führte und erwarb endlich eine komplette Artscrolls Siddur für den halben Preis, wie sie Amazon in Deutschland derzeit verkauft.

Spätabends saßen wir dann, Ian, Sigfus und ich, auf dem Dach des Hostels, genoßen die kühle Abendluft, gepaart mit ein paar Dosen belgischem Bier und sinierten über G’tt und die Welt, begleitet von lauten Konzertklängen die aus der Davidsturm-Festung kamen.

Langsam schloßen die Händler ihre Läden. Der Mond war hinter streifenförmigen Wolken, so dass man ihn direkt beobachten konnte, wie er sich langsam, von links nach rechts im Halbkreis bewegte.

Plötzlich entdeckte ich ein paar Leuchtraketen am Horizont, die direkt an der Betonmauer die Palästina von Israel trennt hinuntergingen. Doch nach ein paar Minuten ist der Spuk vorbei und wir widmen uns wieder dem schönen Anblick der Altstadt und dem Erdtrabanten.

In der Ferne beoabachte ich ein Flackern, was aus rechter Richtung direkt auf uns zuzukommen scheint. Immer größer wird es und entpuppt sich als eine Art Feuerball, der sich nun aber zielstrebig Richtung Ostjerusalem bewegt.

Eine Rakete? Womöglich, den so schnell und leise ist kein Flugzeug. Noch dazu so hell. Irgendwo in Westjordanien verschwindet das Ding dann.

Wenige Minuten später noch eins. Und dann noch ein Drittes. Wir sind uns nun sicher, es müssen Raketen gewesen sein.

Findet Etwas gerade jetzt ein Angriff auf das Palästinänsergebiet statt und wir sind live dabei? Erst die Leuchtsignale an der Trennungsmauer und jetzt das?

Was solls. Wir genießen weiter unser Bier, die kühle Abendluft und die Stille und Schönheit der Altstadt.

צלי

Zali – Braten

Gestern gab es, zu Ehren der zwei Finninen Lisa und Lotta, sowie dem Kanadier Maxime einen Abschiedsfeier und gleichzeitig wurde auch noch Weihnachten gefeiert.

Man soll nicht behaupten können, dass in Israel kein Weihnachten gefeiert wird, nur weil dies der Staat des jüdischen Volkes ist und das Judentum Jesus Christus eben nicht als den seinen Messias anerkennt.

Natürlich gibt es zum 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, also dem 25. und 26. Dezember nicht frei, aber dieses Jahr fallen die Tage auf Shabbat.

Die Küche des Kibbutz hatte uns, den 20 Voluntären, extra zwei mittlere Truthähne zubereitet, mit einer Art Pilzrisotto als Füllung. Sehr schmackhaft.

Dazu gab es reichlich Wein, Punsch, Bier und Arak.

Brenda, die für uns Voluntäre zuständig ist, war ziemlich nervös. Schon den ganzen Morgen lang hielt sie uns mehrfach auf und fragte nochmals, ob wir um 18 Uhr alle mithelfen, das Essen von der Küche in den Gemeinschaftsraum zu bringen, was ein Fußweg von 5 Minuten ist.

Als es dann soweit war, fuhren wir mit 3 Sackkarren los und beluden letzten Endes nur zwei davon mit den zwei Truthähnen, zwei Blechen gebackene Süßkartoffeln und noch einem Kanister Pflaumensoße.

Ich muss sagen, dass ich noch nie vorher Truthahn, also Pute, in derlei Art gegessen hab. Also als Braten.

Aber zusammen mit der Pflaumensoße, einem Glas guten Golanwein und der sehr herzlichen Atmosphäre des Weihnachtsabends war es vorzüglich.

Um 21 Uhr musste Maxime dann leider schon aufbrechen und wir hatten keine blödere Idee als ihn auf einen der Sackkarren mit einem Stuhl zu verfrachten und die 20 Minuten bis zur Bushaltestelle mit lautem Getöse, kraftvollem Gesang aller uns spontan einfallenden Lieder und Jeder mit irgendeinem alkoholischen Getränk in der Hand, gemeinsam zu laufen.

Der Bus war zwar inzwischen schon weg, als wir ankamen, aber Maxime konnte ein Taxi für 10 Shekel nach Afula erwischen. Sein Flieger ging ohnehin erst 8 Uhr morgens ab Tel Aviv und sein Heimweg wird ihn bis Sonntagabend beschäftigen, da er in Paris noch achtzehn Stunden Aufenthalt hat, in Quebec fünf Stunden auf den Bus warten muss, welcher ihn dann in 12 Stunden nach Hause bringt.

Der Abend wurde dann recht lang, die Nacht war praktisch nicht vorhanden und morgens stand ich dann zähneputzend vor dem Spiegel und stellte fest: Wir haben kein Wasser.

Ich kannte diese Situation zwar schon aus dem anderen Kibbutz, aber nach so einer durchzechten Nacht freut man sich umso mehr auf eine heiße Dusche, einen gepflegten Innenbereich und auch mindestens einen halben Liter Eskimoflip.

Missmutig ging ich also zum Frühstück, welches sehr Besonders ausfiel, da heute der Kibbutz seinen 88. Geburtstag feiert. Es gab neben den üblichen Speisen auch noch reichliche Käse und Wurst. Doch leider keinen Kaffee.

Die einzige Quelle für Etwas in flüssiger Form war Milch, wahlweise Ziegen- oder Kuhmilch.

Nachdem mein Magen sich wieder beruhigt hatte, fuhr ich zusammen mit drei Voluntären per Shuttlebus nach Afula um mir ein wenig Bargeld zu besorgen, den die 135 Funny Money waren gleich beim ersten Einkauf komplett alle und ich hatte mir bereits gestern zwei, oder warens drei, Bier geliehen.

Zurück im Kibbutz, der Shuttlefahrer hatte mich freundlicherweise auf mich gewartet, während ich Geld holen ging, begrüßte mich Brenda, die schon wieder in voller Sorge war, dass unsere Küche nicht aufgeräumt werden würde, weil doch heute soviele Leute nach Nazaret zur Christmesse gefahren sind.

Ich beruhigte sie, ging erstmal Gemüse einkaufen und fand im Frost des Supermarkts sogar eine Packung russischer Pelmeni, mit Rindfleischfüllung, die ich mir gleich einverleiben werde.

Heute Abend wird dann ein großes Festessen stattfinden, zu Ehren des Kibbutz natürlich. Spätabends feiert dann Alex, eine Voluntärin, ihren Geburtstag und Christmas Eve / Boxing Day ist ja auch noch.

Volles Programm also.

מתנדב

Mitnadew – Freiwilliger

So, nun bin ich eine Woche hier im Kibbutz und kann mit Bestimmtheit sagen, dass Vieles angenehmer ist, als im alten Kibbutz.

Nicht nur, dass wir hier weniger arbeiten müssen und die Arbeit auch viel entspannter abläuft. Nein, es wird sich auch wirklich um uns gekümmert, wir genießen hier so Etwas wie Ansehen und man geht sehr zuvorkommend mit uns um.

Ich möchte zwar nicht sagen, dass man uns Zucker in den Arsch bläst, aber verglichen mit meinen bisherigen Erfahrungen und Erzählungen von Voluntären die ich früher getroffen hatte, ist dies doch ein sehr guter Kibbutz.

Was ich ein wenig bedauere ist aber, dass er so gar nicht religiös ist. Das Shabbatdinner war ausgesprochen langweilig und im Grunde nur ein normales Abendbrot mit zusätzlich kaum trinkbaren Weißwein aus dem 15l Pappkarton.

Dafür muss ich ich hier nicht irgendwie die Zeit totschlagen sondern kann mich selbst oder mit den Voluntären auf vielerlei Art beschäftigen. Seien es Wanderungen durch die großartige Landschaft, Spiele oder Filmabende, Bücher, Kochorgien, Basket- und Fussball, Radtouren oder Ausflüge an den See. Wobei es zugegebenermaßen zum Baden bereits viel zu kalt ist.

Ganz cool ist auch, dass überall ein WLAN mit Internet verfügbar ist. Es fällt zwar selten, aber hin und wieder mal für mehrere Stunden aus, aber wenn das grad zur Arbeitszeit passiert, stört es ja nicht.

Der Pub ist auch ganz ordentlich. Zwar Etwas kleiner, aber dafür kostet das Bier nur 5 Shekel, was definitiv unter Einkaufspreis ist. Auch Cocktails wie ein Cuba Libre gibts hier für nicht mehr als 12 NIS, was umgerechnet grad mal 2 € sind. Allerdings gibts den momentan nicht mit Limetten, sondern Zitronen.

In den zwei Supermärkten, einer für zu kühlende Lebensmittel, einer für haltbares Zeug, kostet das Meiste auch wesentlich weniger als beispielsweise in Tel Aviv oder Eilat. Die Auswahl kann sich sehen lassen. Selbst Lakritze gibts dort in 3 Varianten – parwe.

Und ansonsten… tjoa die Leute, also die Voluntäre, sind recht nett. Aktuell sind es: zwei Koreanerinnen, ein Chinese, zwei Finninen, zwei Britinnen, eine New Yorkerin, zwei Deutsche (f), ein Franzose, ein Kanadier, ein Isländer und mein neuer Zimmernachbar kommt aus Tampa, Florida.

Leider werden uns aber in den kommenden Tagen sowohl die Finnen, als auch der Kanadier verlassen und Platz machen für 2 neue Voluntäre, die dann nach den Weihnachtsfeiertagen zu uns stoßen.

Apropos Weihnachten. Entgegen aller Vermutungen feiert man das auch hier im Kibbutz. Nun genauer gesagt feiern es die, die es feiern wollen. Ein Weihnachtsbaum schmückt unseren Gemeinschaftsraum und daneben stand noch bis vor Kurzem die Chanukkia.

Am 25.12 – was für die Meisten der Weihnachtsabend ist – gibts dann eine große Feier anlässlich des 85-jährigen Bestehen des Kibbutz und ein kleines Dinner für die Christmessies.

Ich werde meinen Teil dazu beisteuern und wohl ein Mousse au Chocolat zaubern. Aber mal sehen… morgen ist ja auch noch ein Tag.

Gehabt euch wohl!